Mittwoch, 29. Januar 2014

Jetzt oder nie.

Es scheint alles soweit gut.
Ich komme mit allem klar.

Mit den Allergien.
Mit den vielen Arbeiten.
Mit all den Schulsachen.
Das ich was mache, was ich bisher nie wollte.

Denn es gibt ja seine guten Seiten.
Ich hab weniger Migräne, weniger Bauchschmerzen
und fühl mich durch die gesunde Ernährung sowieso viel wohler.

Ich bin gut in der Schule, sogar sehr gut.
Und ich weiß, dass all das was ich habe,
ich mir selber leisten kann.
Und dann gibts Tage wie diese.
An denen ich hier einfach weg will.

Wo meine Freunde mich ansprechen
und ich genervt bin.
Und das ist kein einfaches Stirnrunzeln-genervt-sein,
sondern fühlt sich an wie tiefer Hass,
wie etwas das mit einem gewaltigen Knall bald platzt.
Die Tage wo ich zur Arbeit fahre
und nach Hause geschickt werde,
weil jeder merkt,
dass ich kurz vorm Zusammenbruch stehe.
Die Momente wo ich meinem Vater einfach gar nicht verzeihe.
Wo ich ihn hasse,
wegen seinem Egoismus,
weil mein Vater meinen Bruder immer bevorzugt hat,
weil ich immer nur dann für ihn wichtig bin,
wenn es ihm gerade passt,
weil er zu jedem Mitleid hat,
nur zu mir nicht,
weil er auf mich "stolz" ist,
und nicht schnallt, 
dass ich das gar nicht brauche,
sondern Liebe und einen Vater, der für mich sorgt.
Diese Momente wo der Fernseher auskommt,
Facebook ausgeschaltet
und die Musik eingeschaltet wird.
Das Wissen, 
dass ich auch einmal ganz und gar egoistisch sein möchte.
Dass ich meinem Vater all meine Vorwürfe ins Gesicht klatschen will,
dass ich meinem Vermieter sagen will, 
dass ich nicht seine Geldsorgen berücksichtigen kann
und auf meine Bedürfnisse nach einer heilen Wohnung bestehe
und dass ich einen Vertrag unterschrieben habe, 
den er nicht einfach so ändern kann.
Es sind diese Art von Tagen,
wo ich spazieren gehen will,
meine alte Musik rauskramen will,
meine Gefühle nicht nur aufschreiben,
sondern auch aufmalen möchte,
wo ich einfach auch mal am Abend einen Tee trinken kann,
wo all mein Aufgespartes für diesen Moment genutzt wird
und nicht aufbewahrt für eine Wohnung,
die es in einem halben Jahr irgendwann geben wird.
Ich muss mich regenerieren.
Jetzt oder nie.
Ich weiß es, ich spür es
und ich habe furchtbare Angst,
dass ich es nicht schaffe,
oder nur für kurze Zeit.
Das ich es nicht in den Alltag umsetzen kann

und vergesse, wer ich bin.





" Ich heb mein Glas hoch und salutier dir, Universum
Dir ist ganz egal ob und wer ich bin,
Du bist ungerecht und deshalb voller Hoffnung.
Ich setze alles Warten auf den Wind!"
- Max Herre ft. Sophie Hunger - Fremde

Donnerstag, 23. Januar 2014

Allergien.

Weizen.
Roggen.
Ei.

Kuhmilch.
Schweinefleisch.
Haselnuss.
Erdnuss.
Birkenpollen.

Haselnusspollen.
Hausstaubmilben.


Es kam alles auf einmal.
Also heißt es jetzt: Neue Lebensmittel, neue Rezepte, Bio.


Petersilienwurzelsuppe 

250 gr. Petersilienwurzel
150 gr. Kartoffel
Sojamilch
1 Zwiebel
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
Rinderbrühe

dazu dann Putenspießchen

Die Zwiebeln mit Olivenöl andünsten dann die Petersilienwurzel und die Kartoffeln hinzugeben mit Wasser und Rinderbrühe auffüllen. 
Wenn die Kartoffeln und die Petersilienwurzeln gekocht sind, dann werden diese püriert, Sojamilch hinzugegeben mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer verfeinern und fertig ist es.
Dazu dann die Putenspießchen und alles ist allergiefrei!
Gericht Nummero 1.



Heute nur dieses hier...


Montag, 6. Januar 2014

Echo in meiner Höhle

"Pass auf, du wirst daran kaputt gehen!"
Immer wieder das selbe,
wie ein Echo in einer riesigen Höhle. 
Alle sagen sie mir, 
ich solle aufhören,
mich mal zurück lehnen 
und mich dann auch auf die Schule konzentrieren.
Aber keiner sagt mir,
wie ich es ändern soll.
Klar, einfach aufhören.
Fertig.
Nur noch Schule.
So einfach soll das sein.
Und wie bezahl ich dann,
dass ich alleine wohne,
wie bezahle ich meine Allergien?
Dazu kann niemand was sagen.

Da hat auf einmal keiner mehr eine Idee.
Oh Stopp.
Da ist jemand. 
Meine Mutter.
"Du musst deinem Papa sagen,
dass er mehr bezahlen muss!
Und wenn der nicht will,
dann musst du ihn halt anklagen!"
Uff...

Das meint sie doch nicht ernst, oder?
Oder?!
Doch,
das meint sie genau so.
Aber das will ich nicht.
Mein Vater anklagen,
der Gedanke fühlt sich schon an wie Verrat.
Liebe eingetauscht durch Geld.
Nein.
Dann lieber versinken in Arbeit.
Lieber in der Höhle sitzen
und dem Echo lauschen.
Es ist eben auch nur ein Echo.
Hab es ja schon reduziert.
Kommt mir nur leider so vor,
als hätte sich nur das Geld reduziert.
Aber ich weiß ja auch,
dass ich nur noch ein halbes Jahr durchhalten muss.
Dann ziehen mein Peter Pan und ich zusammen,
vielleicht nimmt er mich ja mit nach Nimmerland,
vielleicht geht es dann um viel weniger als vorher,
vielleicht reißt mich das ja aus der Höhle.
Ich weiß, er wird mit tragen,
mit mir durch den Himmel fliegen
und mir seine unbeschwerte Welt zeigen
und vielleicht kann ich ihm ja ein wenig von meinem versteckten Wunderland zeigen,
was doch oft wundervoll,
zauberhaft
und andersartig ist.
Wenn Nimmerland und Wunderland aufeinander treffen,
dann ist alles andere unwichtig.
Wir werden uns eine neue Welt schaffen!