Dienstag, 22. Mai 2012

Kunterbunte Zauberwelt

Diskussionen.
Immer wieder die selben Diskussionen.
Ich hab kein Selbstvertrauen,
deswegen bin ich eifersüchtig.
Ich habs ihm erklärt, versucht.
Zu wissen, 
dass er dich liebt und mit dir zusammen ist,
und es zu verstehen,
sind zwei unterschiedliche paar Schuhe.
Ich find mich nicht hübsch 
und dann diese ganzen Mädchen zu sehen,
von denen ich weiß, 
dass sie ihn mindestens hübsch finden..
Es ist schwierig.
Es ist einfach,
dass ich verstehen könnte,
wenn er mir fremdgehen würde.
Und das macht meine Eifersucht aus.
Er erklärt es mir immer wieder.
Er liebt mich und nur mich 
und ich würde ihn über alles glücklich machen.
Und es stimmt.
Ich weiß, dass es stimmt. 
Ich sehe es in jedem seiner Blicke.
Er lächelt viel öfter und von ganzem Herzen,
er liebt mich.
Mein Prinz liebt mich.
Und jetzt muss ich es glauben,
jetzt muss ich es verstehen und realisieren.
Meine kunterbunte Zauberwelt strahlt in neuen Farben,
in schöneren Farben.
Mein Prinzesinnenschloss ist schöner denn je
und mein Prinz perfekt.
Das Schönste daran?
Es ist wahr.
Meine Zauberwelt ist zur Realität geworden.
Ich muss mich nur noch selten in ihr verstecken.
Sie lebt.

Freitag, 4. Mai 2012

"Guten Morgen altes Leben!"

Heute soll alles anders sein.
Ein Freitag ohne meinen Freund.
Die Tür zu meinem altem Leben steht schon so lange offen,

also statte ich ihm heute einen Besuch ab.
Mal eine halbe Stunde länger schlafen,
geduscht wurde gestern Abend.
Beim Aufstehen das Gefühl,
dass man wirklich nicht mehr schlafen will.
Und dann begrüßt mich mein altes Leben mit bösen Worten.
Mama schreit meinen großen und meinen kleinen Bruder an,
keiner wollte absichtlich provozieren.
Sie schreit etwas von 'vorm Baum fahren' und sie sollen alle die 'Fresse halten',
Gefühlsausbruch, Tränen und böse Erinnerungen bei meinem großen Bruder,
mein kleiner Bruder versteht die Welt nicht mehr.
Türen knallen, Tränen fließen, Flaschen zerbrechen.
"Guten Morgen altes Leben! 
Heute steh ich dir wieder alleine gegenüber."
So viele Meinungen in meinem Kopf,
keine gehen über meine Zunge.
Stimmt, so war das.
Habe ja mein ganzes Leben lang still gehalten,

in meiner eigenen Welt den Streit ausgefechtet,
den Kampf gegen diese Riesen gewonnen,
aber die Realität sieht anders aus.
Die Riesen sind mächtiger,
meine Waffen zwecklos.
Hab ganz vergessen wie schwer es ist.
Nicht mehr ganz so klein,

nicht mehr ganz so oft zu Hause,
nicht mehr alleine,
da vergisst man das schon mal.
All das getrennt von meinem alten Leben,
nein, ich will nichts, was ich jetzt habe,
damit in Verbindung setzen.
Versöhnungsversuch durch nett gemeinten 'Zaubertrank' am Nachmittag.
Doch in all der Zeit hab ich das Zaubern verlernt.
Der nächste Streit,
die nächsten bösen Worte,
das große 'Ich-bekenne-mich-zu-jedem-meiner-Worte'
und die zu erwartende Reaktion des Unglaubens.
Tränen des Unglaubens,
Tränen des Schmerzes,
heute fühl ich mich wieder so alleine,
so verletzlich und klein,
wie vor zwei Monaten.
Nachricht.
"Kuss."
Mein Freund.
Als wüsste er, was gerade bei mir los ist.

Aufgestanden,
Sachen gerichtet,
mein neues Ich in mein altes Leben gebracht.
Lächeln.
Das alles brauch ich nicht,

ich hab ihn und er ist immer für mich da.
Nicht alleine,
nicht verletzlich und wenn,
dann heilt er mich.
Allein das Wissen bringt mich durch den Tag.
Sachen packen,

meine Freunde warten.
Teil meines ganzen Lebens,
die Tür manchmal seine ganz eigene Welt,
hier bleib ich heute stehen, 
bis mein Prinz mich wieder in seinen Armen
in mein Märchenschloss bringt.
Magie für jede Welt.