Du musst lernen, "Nein" zu sagen!
Das ist DER Ratschlag,
von allen!
"Lad dir nicht immer so viel Last auf deine Schulte!
Wie sollst du das alles tragen können,
wenn du nie Nein sagen kannst
und immer mehr dazu kommt!
Du musst lernen Nein zu sagen!"
- aber nicht bei mir.
Das ist doch eigentlich das,
was sich jeder dabei denkt.
Vielleicht nicht bewusst,
aber unbewusst in jeder seiner Handlungen.
Da wissen sie doch genau,
wie es in mir aussieht,
wie voll geladen ich bin,
von wo überall etwas auf mich zuspringt.
Und trotzdem soll ich doch bitte die Ausarbeitung berichtigen,
den Lebenslauf erstellen,
die Hausaufgaben schicken,
erklären wie ich was gemacht habe,
auf denjenigen aufpassen
und dieses hier erledigen.
Und dann hab ich wieder dieses Gefühl zu platzen
und mich einfach mal entladen zu müssen.
Und das kriegen dann meistens die falschen Personen ab,
Aber warum ist das eigentlich so?
Warum kann ich nicht Nein sagen?
Und warum ist dann jeder so extrem sauer auf mich?
Eigentlich weiß ich es ja...
Ich hatte schon immer das Gefühl,
dass ich nur dann Aufmerksamkeit von meiner Mutter erhalte,
wenn ich etwas schönes für sie tue.
Wenn ich ihr Blumen zum Muttertag kaufe,
wenn ich das Haus putze bevor sie nach Hause kommt,
wenn ich ihr einen Wellnesurlaub schenke,
wenn ich immer wieder auf Raik aufpasse.
Ja dann, dann erhalte ich einen Funken Aufmerksamkeit.
Wenn ich dieses aber nicht tue,
dann eilt sie umher,
hat immer etwas anderes im Sinn,
entweder sie ist mit sich selbst beschäftigt,
mit ihrer neuen Liebe,
mit Raik oder doch mit Patrick?
Wo kann ich da nur bleiben,
wenn ich so unproblematisch bin?
Woher soll sie sich die Zeit nehmen,
mir einmal zuzuhören,
auch wenn es nur etwas ganz unwichtiges ist.
Für sie.
Nicht für mich.
Siehe doch einmal den Leistungsanspruch an mich
und dann den an meine beiden anderen Brüder.
Und dabei kann ich ihr all das einfach gar nicht sagen,
weil ich so ein extremes Problem damit habe,
wenn jemand etwas gegen mich hat,
wenn jemand böse auf mich ist,
oder mein Verhalten für falsch empfindet.
Wie soll ich ihr das sagen,
wenn ich weiß,
dass sie es persönlich nimmt,
dass sie böse auf mich sein wird
und mich vielleicht sogar anschnauzt,
ich solle doch mal wieder klar kommen
und was mir denn eigentlich einfiele.
Kann denn mal jemand sehen,
dass es nicht selbstverständlich ist,
was ich alles tue
und was ich gebe?
Aber nein,
da komm ich nicht wieder raus.
Und mit Lob kann ich eh nicht umgehen.
Und mit Kritik auch nicht.
Am besten ignorieren.
Kann auch nicht mit meinem Prinzen darüber reden,
er würde mir ins Wort fallen,
würde mich zwingen, dass meinen Eltern zu sagen,
etwas zu ändern,
aber das kann ich nicht.
Da ist eine riesige Mauer
und mein Hammer liegt auf der falschen Seite
und ist sowieso viel zu klein.
Lebensmomente
Ein bisschen Alice, ein bisschen Peter, suche nach einer zauberhaften Welt!
Donnerstag, 19. Februar 2015
Samstag, 24. Januar 2015
2015
Fast ein Jahr ist es her,
dass ich das letzte mal hier schrieb.
Ist das ein gutes Zeichen,
oder doch ein Schlechtes?
Ich kann es nicht sagen.
So vieles ist passiert.
Ich bin umgezogen,
endlich eine andere Wohnung,
endlich mehr als ein Zimmer,
endlich einen heilen Boden,
endlich eine funktionierende Küche.
Ich bin zufrieden hier.
Wahrscheinlich weil ich all das hier
mit meinem Peter teilen kann.
Es ist nicht ganz wie fliegen,
aber ein wenig wie schweben.
Er hat mir zwei Meerschweinchen geschenkt.
Touluse und Hektor.
Und irgendwie hat im letzten Jahr alles geklappt.
Ich brauchte mir keine Sorgen machen,
Ich konnte ein wenig mehr Leben als vorher.
Vielleicht auch nur etwas mehr leisten,
nicht leben.
Und dann fängt 2015 an.
Mit lautem Knall und bunten Lichtern.
Doch 2015 ist bisher nicht mein Jahr.
Verbrennungen 2. Grades an der Hand
und einen gebrochenen Zeh.
Kein Job,
da der Vertrag nicht verlängert wurde
und finde auch keinen wegen dem Mindestlohn.
"Du kannst immer zu mir kommen,
ich helfe dir aus!"
Auf diese Worte hat man aufgebaut,
aber hätte ich vorher gewusst,
wie wenig sie zählen...
"Ich muss erstmal selber meine Finanzen checken!"
Und jetzt ist es so weit.
Ich muss mir Geld von meinem Bruder leihen
und das ist nicht wenig.
Andererseits hab ich Zeit.
Ich kann endlich wirklich Leben.
Meine freie Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie verbringen.
Meine freie Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie verbringen.
Auf einmal kann ich so viel unternehmen.
Aber irgendwie ja doch nicht.
Mir fehlt das Geld um Paintball zu spielen,
shoppen zu fahren,
essen zu gehen,
Theater zu schauen,
feiern zu gehen.
Ich suche nach dem Mittelmaß.
Und vielleicht bringt mir dieses Jahr den rechten Hinweis.
Vielleicht brauche ich diese Geldnot einmal.
um das rechte Maß zu finden
und nicht außer Augen zu verlieren,
dass das Eine nicht ohne das Andere geht.
Dienstag, 18. Februar 2014
Das italienische Nichtstun
Und dann war es wieder so weit.
Ich brauch ne Auszeit.
Etwas von dem Italienischen Nichtstun.
Ich kauf mir also einen Wein und dazu frisches Gemüse und Putengeschnetzeltes.
Heute mal keine Rücksicht auf die Nachbarn
und die Musik auf volle Lautstärke.
Dann wird das frische Chilli geschnitten,
Zwiebeln,
Knoblauch,
Porree,
Petersilie,
Tomaten.
Reis gekocht.
Wein getrunken.
Fleisch angebraten.
Und dann alles zusammen in eine Pfanne mit Soja-Sahne und Wasser.
Tausenden von Gewürzen und wenn ein bisschen Wein in die Pfanne schwippt,
dann ist dann nun mal so!
Und dann wird genussvoll gegessen.
Mit der Musik im Hintergrund
und dem Gefühl, dass die Erholung langsam einsetzt.
Ich brauch ne Auszeit.
Etwas von dem Italienischen Nichtstun.
Ich kauf mir also einen Wein und dazu frisches Gemüse und Putengeschnetzeltes.
Heute mal keine Rücksicht auf die Nachbarn
und die Musik auf volle Lautstärke.
Dann wird das frische Chilli geschnitten,
Zwiebeln,
Knoblauch,
Porree,
Petersilie,
Tomaten.
Reis gekocht.
Wein getrunken.
Fleisch angebraten.
Und dann alles zusammen in eine Pfanne mit Soja-Sahne und Wasser.
Tausenden von Gewürzen und wenn ein bisschen Wein in die Pfanne schwippt,
dann ist dann nun mal so!
Und dann wird genussvoll gegessen.
Mit der Musik im Hintergrund
und dem Gefühl, dass die Erholung langsam einsetzt.
Montag, 3. Februar 2014
Hackfleischmix und Pfannkuchen
Bunt gemischt.
Muss Festhalten,
damit ich es nicht vergesse.
Hackfleischmix
500 gr. Rinderhackfleisch
500 gr. pürierte Tomaten
Tomatenpesto
1 große Tomate
1 Aubergine
evtl. etwas Kürbis
1 Zwiebel
2 Möhren
Reis oder Dinkelnudeln
Möhren schälen und dann kochen. Die Aubergine anbraten, danach das Hackfleisch. Tomate, Kürbis, Zwiebel und die gekochten Möhren hinzufügen, danach die pürierten Tomaten und das Tomatenpesto (für die Würze) hinzufügen. All dieses muss etwas köcheln.
Nebenher den Reis, oder die Nudeln kochen und dann heißt es nur noch: Genießen!
Man kann diesen Hackfleischmix auch sehr lecker in Wraps essen, oder für uns Allergiker in selbstgemachte Pfannkuchen!
Pfannkuchen
375 gr. Dinkelmehl
500 ml Soja-Milch
2 EL Öl
2 Prisen Salz
Alles verrühren, in einer Pfanne braten und fertig!
Muss Festhalten,
damit ich es nicht vergesse.
Hackfleischmix
500 gr. Rinderhackfleisch
500 gr. pürierte Tomaten
Tomatenpesto
1 große Tomate
1 Aubergine
evtl. etwas Kürbis
1 Zwiebel
2 Möhren
Reis oder Dinkelnudeln
Möhren schälen und dann kochen. Die Aubergine anbraten, danach das Hackfleisch. Tomate, Kürbis, Zwiebel und die gekochten Möhren hinzufügen, danach die pürierten Tomaten und das Tomatenpesto (für die Würze) hinzufügen. All dieses muss etwas köcheln.
Nebenher den Reis, oder die Nudeln kochen und dann heißt es nur noch: Genießen!
Man kann diesen Hackfleischmix auch sehr lecker in Wraps essen, oder für uns Allergiker in selbstgemachte Pfannkuchen!
Pfannkuchen
375 gr. Dinkelmehl
500 ml Soja-Milch
2 EL Öl
2 Prisen Salz
Alles verrühren, in einer Pfanne braten und fertig!
Mittwoch, 29. Januar 2014
Jetzt oder nie.
Es scheint alles soweit gut.
Ich komme mit allem klar.
Mit den Allergien.
Mit den vielen Arbeiten.
Mit all den Schulsachen.
Das ich was mache, was ich bisher nie wollte.
Denn es gibt ja seine guten Seiten.
Ich hab weniger Migräne, weniger Bauchschmerzen
und fühl mich durch die gesunde Ernährung sowieso viel wohler.
Ich bin gut in der Schule, sogar sehr gut.
Und ich weiß, dass all das was ich habe,
ich mir selber leisten kann.
Und dann gibts Tage wie diese.
An denen ich hier einfach weg will.
Wo meine Freunde mich ansprechen
und ich genervt bin.
Und das ist kein einfaches Stirnrunzeln-genervt-sein,
sondern fühlt sich an wie tiefer Hass,
wie etwas das mit einem gewaltigen Knall bald platzt.
Die Tage wo ich zur Arbeit fahre
und nach Hause geschickt werde,
weil jeder merkt,
dass ich kurz vorm Zusammenbruch stehe.
Die Momente wo ich meinem Vater einfach gar nicht verzeihe.
Wo ich ihn hasse,
wegen seinem Egoismus,
weil mein Vater meinen Bruder immer bevorzugt hat,
weil ich immer nur dann für ihn wichtig bin,
wenn es ihm gerade passt,
weil er zu jedem Mitleid hat,
nur zu mir nicht,
weil er auf mich "stolz" ist,
und nicht schnallt,
dass ich das gar nicht brauche,
sondern Liebe und einen Vater, der für mich sorgt.
Diese Momente wo der Fernseher auskommt,
Facebook ausgeschaltet
und die Musik eingeschaltet wird.
Das Wissen,
dass ich auch einmal ganz und gar egoistisch sein möchte.
Dass ich meinem Vater all meine Vorwürfe ins Gesicht klatschen will,
dass ich meinem Vermieter sagen will,
dass ich nicht seine Geldsorgen berücksichtigen kann
und auf meine Bedürfnisse nach einer heilen Wohnung bestehe
und dass ich einen Vertrag unterschrieben habe,
den er nicht einfach so ändern kann.
Es sind diese Art von Tagen,
wo ich spazieren gehen will,
meine alte Musik rauskramen will,
meine Gefühle nicht nur aufschreiben,
sondern auch aufmalen möchte,
wo ich einfach auch mal am Abend einen Tee trinken kann,
wo all mein Aufgespartes für diesen Moment genutzt wird
und nicht aufbewahrt für eine Wohnung,
die es in einem halben Jahr irgendwann geben wird.
Ich muss mich regenerieren.
Jetzt oder nie.
Ich weiß es, ich spür es
und ich habe furchtbare Angst,
dass ich es nicht schaffe,
oder nur für kurze Zeit.
Das ich es nicht in den Alltag umsetzen kann
und vergesse, wer ich bin.
" Ich heb mein Glas hoch und salutier dir, Universum
Dir ist ganz egal ob und wer ich bin,
Ich komme mit allem klar.
Mit den Allergien.
Mit den vielen Arbeiten.
Mit all den Schulsachen.
Das ich was mache, was ich bisher nie wollte.
Denn es gibt ja seine guten Seiten.
Ich hab weniger Migräne, weniger Bauchschmerzen
und fühl mich durch die gesunde Ernährung sowieso viel wohler.
Ich bin gut in der Schule, sogar sehr gut.
Und ich weiß, dass all das was ich habe,
ich mir selber leisten kann.
Und dann gibts Tage wie diese.
An denen ich hier einfach weg will.
Wo meine Freunde mich ansprechen
und ich genervt bin.
Und das ist kein einfaches Stirnrunzeln-genervt-sein,
sondern fühlt sich an wie tiefer Hass,
wie etwas das mit einem gewaltigen Knall bald platzt.
Die Tage wo ich zur Arbeit fahre
und nach Hause geschickt werde,
weil jeder merkt,
dass ich kurz vorm Zusammenbruch stehe.
Die Momente wo ich meinem Vater einfach gar nicht verzeihe.
Wo ich ihn hasse,
wegen seinem Egoismus,
weil mein Vater meinen Bruder immer bevorzugt hat,
weil ich immer nur dann für ihn wichtig bin,
wenn es ihm gerade passt,
weil er zu jedem Mitleid hat,
nur zu mir nicht,
weil er auf mich "stolz" ist,
und nicht schnallt,
dass ich das gar nicht brauche,
sondern Liebe und einen Vater, der für mich sorgt.
Diese Momente wo der Fernseher auskommt,
Facebook ausgeschaltet
und die Musik eingeschaltet wird.
Das Wissen,
dass ich auch einmal ganz und gar egoistisch sein möchte.
Dass ich meinem Vater all meine Vorwürfe ins Gesicht klatschen will,
dass ich meinem Vermieter sagen will,
dass ich nicht seine Geldsorgen berücksichtigen kann
und auf meine Bedürfnisse nach einer heilen Wohnung bestehe
und dass ich einen Vertrag unterschrieben habe,
den er nicht einfach so ändern kann.
Es sind diese Art von Tagen,
wo ich spazieren gehen will,
meine alte Musik rauskramen will,
meine Gefühle nicht nur aufschreiben,
sondern auch aufmalen möchte,
wo ich einfach auch mal am Abend einen Tee trinken kann,
wo all mein Aufgespartes für diesen Moment genutzt wird
und nicht aufbewahrt für eine Wohnung,
die es in einem halben Jahr irgendwann geben wird.
Ich muss mich regenerieren.
Jetzt oder nie.
Ich weiß es, ich spür es
und ich habe furchtbare Angst,
dass ich es nicht schaffe,
oder nur für kurze Zeit.
Das ich es nicht in den Alltag umsetzen kann
und vergesse, wer ich bin.
" Ich heb mein Glas hoch und salutier dir, Universum
Dir ist ganz egal ob und wer ich bin,
Du bist ungerecht und deshalb voller Hoffnung.
Ich setze alles Warten auf den Wind!"
- Max Herre ft. Sophie Hunger - Fremde
- Max Herre ft. Sophie Hunger - Fremde
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