Montag, 3. September 2012

Besuch.

Ich war letzte Nacht meinen Opa besuchen.
Zuerst hört sich das außer der Uhrzeit vielleicht ganz normal an,

aber wenn man die Umstände kennen lernt,
dann scheint es doch total verrückt.
Mein Opa ist tot seit 2006.
Und es ist doch total Banane.
Ja, Banane.
Ich hab so viel geträumt,

aber das prägte sich ein.
Wir waren in unserem alten Haus,

aber es war alt und schon ein wenig zusammen gefallen.
Es war niemand da, nur mein Opa und ich.
Wir waren im Garten, 

nachdem ich ihn aus seinen Sessel gezogen hatte.
Wir haben geredet.
Er hat erzählt, wie er Oma kennen gelernt hat,

und das er glücklich war, immer.
Es war schön zu wissen, 

dass es ihm gut geht.
Ich war mit Auto da,
im Kofferraum lag mein Koffer,

voll gepackt aber schon sehr alt.
Opa hat was hinein gepackt,
aber ich weiß leider nicht, was es ist,
vielleicht finde ich es noch heraus.
Aber es fühlte sich alles so real an.
Als ich heute morgen aufgewacht bin,

da dachte ich wirklich ich hätten ihn getroffen,
mich mit ihm unterhalten, gelacht und über gestern geredet.
Es tat gut,

er hat mir gefehlt.
Und auch wenn es heißen sollte,

dass ich verrückt bin,
wenn ich daran glaube,
dann ist es mir egal,
weil ich es brauche.
So für mich,

für meine kleine Welt.




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