Montag, 10. Dezember 2012

"Guten Morgen, Herzinfakt."

"Did I say that I need you?Did I say that I want you?Oh, if I didn't I'm a fool you seeNo one knows this more than me.As I come clean...Nothing you would take. Everything you gave.Hold me till I die, meet you on the other side."

Mama."Tu dies, tu das"Erwarte kein Dank mehr.  "Und was ist hiermit?"Augen hoch, Schmerz.
Egal. Umdrehen und weiter machen.
Weiter arbeiten.Vielleicht dann ja doch nicht mehr unsichtbar.Vielleicht dann einmal mehr sein als nur die Putzfrau.Helfen, das kann ich immer. Weiter geht es. Keine Zeit verschwenden."Guten Morgen, Herzinfakt."Papa.Trunkenheit am Steuer?
Nicht mit ihm. Kein Führerschein, kein Problem.
Betrunkenes Geständnis?Ich bin mir nicht sicher.Wenn ja: Hilfe!Ein bisschen Angst, ein bisschen Zurückhaltung,ein bisschen wie Früherund vor allem ein bisschen unwichtig geworden.Ich für ihn. Natürlich.Schule.Was bin ich?
Auf keinen Fall Freiheit.
Besessen von jedem Thema.Träume davon, kann an nichts anderes denken.Monotones Putzen und beschäftigtes Lernen.Mittwoch Bio?Kein Ding, hab ja noch morgen. Will es zuklappen und fluchen.Schreien und ausflippen.Will erleben und mit ihm träumen.Nein, nicht träumen.Träume erfüllen.Nach den Sternen greifenund sie auch fangen.Hei, du brauchst dein eigenes Leben?Tu was dafür!Aber was?Wo fängt es an, wo hört es auf?Hört es irgendwann auf?Immer nur tun. Hier lernen, da putzen, da aufpassen und dort helfen. Brauch mich selbst nicht.Andere brauchen mich.Und da fällt mir doch ein
STOP!
Da fällt mir doch ein, dass ich stop machen muss.Anhalten. Luft holen.Kenneth. Ruhe.Vielleicht ist doch nicht alles so schlimm,wie es sich anfühlt.Vielleicht ist es aber eben genau so schlimm,wie es sich anfühlt.Aber er ist da. Guckt mich an und ich weiß, alles wird gutund all das endet auch einmal.Er lächelt und ich kann nicht andersals seine wunderbar sanften Lippen zu küssenund zu wissen, dass ich nie wieder Panik haben muss, denn er wird für immer meine Hand nehmenund mir mit einem Lächeln signalisieren, dass alles nur halb so wild ist, wenn man zu zweit ist.Wir kabbeln uns,hin und wieder,aber weil wir uns liebenund dann ist das doch annehmbar.Und da selbst beim Kabbeln oder auch Streitenmir ein Lächeln über das Gesicht huscht,weiß ich, dass es gut ist - genau so wie es jetzt ist.

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