Ein wenig Nervös, weil ich gleich meine theoretische Prüfung für den Führerschein habe.
Wir werden ja sehen, ob mir das ganze Lernen was gebracht hat.
Der Samstag war seltsam. Anstrengend. Irgendwie erlösend.
Aber auf jeden Fall seltsam.
Ein typisches Frauenvorsaufen mit Sekt, Wodka und Klamotten.
Eine unbändige Masse an Klamotten.
Die ersten auf der Tanzfläche und gefühlt sicherlich auch die Letzten.
Ein Schlag mit dem Ellenbogen und dann ein fieser Streit mit der derzeitigen Affäre.
Danach nur noch heftige, durchdringende Kopfschmerzen.
Die haben den restlichen Abend versaut.
Nun sitz ich hier und hab mir einen Nerv eingeklemmt. Toll.
Und trotzdem brauchte ich diesen Abend.
Er hat mich endgültig von diesem Kerl gelöst,
der sowieso ein Arsch ist.
Er hat mir geholfen, einen Grund zu finden, warum ich ihn hassen soll.
Das ist wohl der richtige Anstoß gewesen.
Die richtige Richtung.
Weg von ihm.
Weg vom schlechten Einfluss.
Weg vom Liebeskummer.
Hass. Ein kleines bisschen Hass, um alles zu verarbeiten.
Das ist gut. Erlösend. Richtig.
Jetzt ist da nur noch der Wunsch nach Liebe.
Nach niemanden bestimmten.
Einfach nur morgens in den Armen eines Jungen wach zu werden
und zu wissen:
Dieser Kerl liebt mich und ich liebe ihn.
So lange wollte ich nun keine Beziehung, meinen Spaß haben,
bin doch jung, genießen was ich kriegen konnte - das Gefühl ist weg.
Natürlich will ich auch weiterhin Spaß haben, alles genießen,
aber es wäre doch schön, jemanden an seiner Seite zu wissen.
Und wenn nicht für immer, dann doch für eine geraume Zeit.
Durchatmen. Augen zu. Los gehts.
Geliebt von mir und auf jeden Fall wunderschön.
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